Energiezuschläge

Sehr geehrte Damen und Herren, Verehrte Kunden/innen, Kollegen/innen,

Inzwischen dürfte allgemein bekannt sein, dass die jüngsten Ereignisse im Nahen Osten zu erheblichen Auswirkungen führen – sowohl in Form weltweit steigender Energiekosten als auch durch Belastungen von Lieferketten und Kosten infolge der eingeschränkten Schifffahrt durch die Straße von Hormus.

Während Christeyns und alle Unternehmen der Christeyns-Gruppe bislang eine sehr ausgewogene und abwartende Haltung eingenommen haben und es vorzogen, auf Basis von Fakten statt Spekulationen zu handeln, bevor Maßnahmen ergriffen wurden, sehen wir nun keine Alternative mehr, als zu handeln.

Es ist nun leider klar, dass wir ab April mit einem deutlichen zweistelligen Prozentanstieg unserer Betriebskosten rechnen müssen, bedingt durch weiterhin stark steigende Öl- und Gaspreise sowie die daraus resultierenden zusätzlichen Kosten für die Rohstoffe, die für die Herstellung unserer Kernprodukte erforderlich sind. Darüber hinaus führen die Probleme im Schiffsverkehr zu eingeschränkten Handelsströmen und verringerten Verfügbarkeiten, was die Preise weiter nach oben treibt.

Daher betrachten Sie dies bitte als frühzeitige Mitteilung, dass wir ab dem 1. Mai 2026 einen Zuschlagsmechanismus (oder andere entsprechende, lokal angemessene Mechanismen) einführen werden, um diese zusätzlichen Kosten effektiv auf alle unsere Geschäftsbereiche umzulegen. Den Umfang des Zuschlags werden wir bis Mitte April kommunizieren können.

Der Konflikt im Nahen Osten ist extrem unvorhersehbar, ebenso wie die Auswirkungen auf den reibungslosen Betrieb unserer gemeinsamen Unternehmen. Daher ist der Zuschlagsansatz die einzige sinnvolle Option, um diese Krise effektiv zu bewältigen. Obwohl die konkrete Umsetzung lokal durch die einzelnen Geschäftsbereiche gesteuert und kommuniziert wird, bleiben die übergeordneten Grundsätze in allen Territorien und Geschäftsbereichen unverändert.

Funktionsweise des Zuschlags
  1. Der Zuschlagsmechanismus ermöglicht eine Reduzierung der Preise, sobald sich die Märkte wieder annähernd normalisieren (oder bei Verschärfung der Situation eine Erhöhung).
  2. Die Höhe des Zuschlags wird regelmäßig anhand der aktuellen Gegebenheiten überprüft (mindestens alle zwei Monate – die einzelnen Geschäftsbereiche stimmen den jeweils angemessenen Ansatz ab).
  3. Bei der Einführung wird größtmögliche Transparenz gewährleistet und die Umsetzung erfolgt durch die lokalen Geschäftsbereiche (z. B. möglicher Bezug zu den Marktpreisen für Öl und Erdgas).
Unser Engagement

Bei Christeyns sind wir bestrebt, partnerschaftlich mit unseren Kunden zusammenzuarbeiten. Wir werden die Mehrkosten über einen Monat hinweg zunächst selbst tragen, bevor wir sie weitergeben – eine Entscheidung, die wir getroffen haben, um sicherzustellen, dass sie auf den besten verfügbaren Daten basiert. Durch frühzeitige Mitteilung unserer Absichten möchten wir unseren Kunden die bestmögliche Gelegenheit geben, die Auswirkungen auf ihr eigenes Geschäft zu managen.

Ich danke allen im Voraus dafür, dass sie die Auswirkungen dieser globalen Situation professionell und besonnen managen, und freue mich auf eine ruhigere Zeit, in der wir uns wieder darauf konzentrieren können, unsere gemeinsamen Geschäftsaktivitäten voranzutreiben, statt die Folgen globaler Ereignisse zu bewältigen.

Alain Bostoen
CEO